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Übergewicht bei Hunden: Ursachen und Lösungen

Ein paar Kilo zu viel auf den Rippen wirken oft harmlos, verkürzen aber die Lebenserwartung deines Hundes massiv. So erkennst und bekämpfst du das Übergewicht.

Pawblog Redaktion12. Juni 2026
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In Deutschland gilt fast jeder zweite Hund als übergewichtig. Was oft mit „er ist halt ein guter Esser“ abgetan wird, ist medizinisch gesehen eine ernsthafte Erkrankung. Übergewicht (Adipositas) belastet die Gelenke, das Herz und erhöht das Risiko für Diabetes und Krebs erheblich.

Erfahre hier, wie du das Idealgewicht deines Hundes ermittelst und ihn gesund abspecken lässt.

Hat mein Hund Idealgewicht? Der Rippen-Test

Du brauchst keine Waage, um den Zustand deines Hundes zu beurteilen. Nutze deine Hände:

  • Idealgewicht: Die Rippen sind nicht sichtbar, aber beim Drüberstreichen mit flacher Hand ohne Druck deutlich zu spüren. Von oben ist eine Taille erkennbar.
  • Übergewicht: Die Rippen sind nur mit starkem Druck oder gar nicht mehr zu spüren. Die Taille ist verschwunden, der Hund wirkt von oben blockförmig oder rund.
  • Starkes Übergewicht: Es gibt Fettpolster am Rutenansatz und im Nacken. Der Bauch hängt deutlich nach unten durch.

Die häufigsten Ursachen

  1. Zuviel des Guten: Oft werden die Leckerlis zwischendurch nicht von der Tagesration abgezogen. Ein kleiner Keks für uns ist für einen 10kg-Hund wie ein halber Hamburger.
  2. Mangelnde Bewegung: Die Kalorienzufuhr passt nicht zum Energieverbrauch.
  3. Kastration: Durch den geänderten Hormonhaushalt sinkt der Energiebedarf oft um bis zu 30%, während der Appetit gleichzeitig steigt.
  4. Krankheiten: Schilddrüsenunterfunktion oder Cushing können ebenfalls zu Gewichtszunahme führen. Im Zweifel immer tierärztlich abklären lassen!

Der Weg zur Traumfigur: So klappt es

1. Futtermenge exakt wiegen

Schluss mit dem "Augenmaß". Nutze eine Küchenwaage. Schon 10 Gramm zu viel pro Tag können aufs Jahr gerechnet ein Kilo zusätzlichem Fett entsprechen.

2. Leckerlis einplanen

Alles, was über den Tag in den Hund geht, gehört auf die Liste. Nutze einen Teil der Tagesration als Trainingsleckerli oder steige auf kalorienarme Alternativen wie Gurkenstückchen oder getrocknete Lunge um.

3. Volumen erhöhen, Kalorien senken

Wenn dein Hund ein "Nimmersatt" ist, kannst du das Futter mit kalorienarmen Füllstoffen strecken. Geraspelte Zucchini oder Karotten im Napf sorgen für Sättigungsgefühl, ohne das Kalorienkonto zu belasten.

4. Bewegung moderat steigern

Fange nicht sofort mit 10km Joggen an – das würde die ohnehin belasteten Gelenke schädigen. Setze auf längere Spaziergänge, Schwimmen oder Suchspiele im Garten.

Fazit

Abnehmen ist für Hunde genauso schwer wie für Menschen – und es erfordert Disziplin von dir als Halter. Doch die Belohnung ist ein Hund, der wieder mehr Lebensfreude hat, sich agiler bewegt und wahrscheinlich einige Jahre länger an deiner Seite bleibt.

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