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Wie viel Schlaf braucht ein Hund wirklich?

Wer denkt, sein Hund sei faul, weil er 15 Stunden am Tag schläft, irrt sich. Hunde haben ein deutlich höheres Ruhebedürfnis als wir Menschen.

Pawblog Redaktion14. Juni 2026
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Hunde verbringen einen Großteil ihres Lebens im Reich der Träume. Während wir Menschen mit ca. 7–8 Stunden Schlaf auskommen, wirkt ein Hund, der nur so viel schläft, schnell überdreht und gereizt. Doch wie viel Ruhe ist eigentlich normal?

Die Faustregel: 17 bis 20 Stunden

Ein ausgewachsener, gesunder Hund benötigt zwischen 17 und 20 Stunden Ruhe am Tag. Das bedeutet nicht, dass er diese Zeit im Tiefschlaf verbringt. Das Ruhebedürfnis teilt sich auf in:

  • Dösen: Der Hund liegt entspannt da, die Augen sind vielleicht halb geschlossen, aber die Ohren nehmen noch alles wahr.
  • Leichter Schlaf: Der Körper entspannt sich tiefer, der Hund ist aber sofort hellwach, wenn es an der Tür klingelt.
  • Tiefschlaf (REM-Phase): Hier wird verarbeitet. Die Pfoten zucken, der Hund wufft leise oder "rennt" im Liegen. Diese Phase ist extrem wichtig für das Lernen und die psychische Gesundheit.

Welpen und Senioren brauchen mehr

Welpen sind wie kleine Batterien: 10 Minuten Vollgas, dann fallen sie um und schlafen. Sie benötigen bis zu 22 Stunden Ruhe, um die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten und zu wachsen. Auch Senioren oder kranke Hunde haben ein erhöhtes Schlafbedürfnis, da die Regeneration des Körpers mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Warum Schlafmangel gefährlich ist

Ein Hund, der nicht genügend Ruhe bekommt, wird chronisch gestresst. Die Folgen von Schlafmangel sind:

  • Erhöhte Reizbarkeit (schnelleres Schnappen oder Bellen)
  • Konzentrationsschwäche beim Training
  • Ein geschwächtes Immunsystem
  • Langfristig schwerwiegende organische Erkrankungen

Tipps für einen guten Hundeschlaf

  1. Den richtigen Platz wählen: Das Hundebett sollte an einem Ort stehen, an dem nicht ständig jemand vorbeiläuft. Keine "Durchgangszimmer".
  2. Ruhe verordnen: Manche Hunde (besonders Arbeitsrassen wie Border Collies) haben keine "Ausschalt-Taste". Hier musst du als Halter aktiv für Ruhepausen sorgen und Action-Spiele beenden.
  3. Schlafende Hunde soll man nicht wecken: Dieser Spruch hat einen wahren Kern. Erschrick deinen Hund nicht im Tiefschlaf, das verursacht unnötigen Stress.

Fazit

Gönne deinem Hund seine Auszeiten. Ein viel schlafender Hund ist in der Regel kein fauler Hund, sondern ein ausgeglichener und gesunder Gefährte.

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